Klassisches Naturheilverfahren
Baunscheidtieren
Das Baunscheidtieren ist ein klassisches naturheilkundliches Verfahren, das zu den ausleitenden Verfahren gezählt wird. In der Naturheilpraxis Viktoria Laukart in Hannover wird die Behandlung individuell nach Beschwerdebild, Konstitution und persönlicher Anamnese abgestimmt.
Beim Baunscheidtieren wird die Haut mit einem speziellen Nadelgerät oberflächlich gereizt. Anschließend wird ein spezielles Öl aufgetragen. Aus naturheilkundlicher Sicht soll dadurch eine lokale Hautreaktion angeregt werden, die traditionell zur Unterstützung der Selbstregulation genutzt wird.
Was ist Baunscheidtieren?
Das Baunscheidtieren, auch Baunscheidt-Therapie genannt, wurde im 19. Jahrhundert von Carl Baunscheidt entwickelt. Es gehört zu den klassischen Reiz- und Ausleitungsverfahren der Naturheilkunde.
Bei der Behandlung wird die Haut mit einem speziellen Gerät oberflächlich stimuliert. Danach wird ein Hautreizöl aufgetragen. Dadurch entsteht eine lokale Reaktion der Haut, die je nach individueller Empfindlichkeit unterschiedlich stark ausfallen kann.
In der naturheilkundlichen Erfahrungsheilkunde wird das Baunscheidtieren traditionell eingesetzt, um bestimmte Körperbereiche gezielt zu reizen und regulative Prozesse anzustoßen.
Wann kann Baunscheidtieren eingesetzt werden?
In der Naturheilpraxis kann Baunscheidtieren begleitend bei unterschiedlichen Beschwerdebildern eingesetzt werden. Häufig wird es im Bereich des Rückens, der Schultern oder anderer verspannter Körperregionen angewendet.
Aus naturheilkundlicher Sicht kann Baunscheidtieren unter anderem begleitend eingesetzt werden bei:
- Muskulären Verspannungen
- Rücken-, Schulter- und Nackenbeschwerden
- Chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates
- Lokalen Verhärtungen oder Spannungsgefühlen
- Funktionellen Beschwerden im Rahmen eines naturheilkundlichen Behandlungskonzeptes
Die Anwendung erfolgt immer individuell und ersetzt keine notwendige ärztliche Abklärung.


Ablauf einer Baunscheidt-Behandlung
Vor der Behandlung findet zunächst eine kurze Anamnese statt. Dabei werden Beschwerden, Vorerkrankungen, Hautempfindlichkeit und mögliche Gegenanzeigen besprochen.
Anschließend wird der zu behandelnde Bereich vorbereitet. Die Haut wird mit einem speziellen Baunscheidt-Gerät oberflächlich gereizt. Danach wird ein Baunscheidt-Öl aufgetragen. Die Haut reagiert meist mit Rötung, Wärmegefühl und kleinen Quaddeln.
Nach der Behandlung sollte der Bereich warm gehalten und nicht direkt gekühlt werden. Die Hautreaktion klingt in der Regel nach einiger Zeit wieder ab. Wie stark die Reaktion ausfällt, ist individuell verschieden.
Das Baunscheidtieren gehört zu den Verfahren der naturheilkundlichen Erfahrungsheilkunde. Die beschriebenen Wirkweisen beruhen auf naturheilkundlichen Erfahrungswerten und sind von der evidenzbasierten Medizin nicht allgemein anerkannt.
Häufige Fragen zu Baunscheidtieren
Ist Baunscheidtieren schmerzhaft?
Baunscheidtieren wird meist als leichtes Piksen, Brennen oder Wärmegefühl auf der Haut wahrgenommen. Die Intensität hängt von der individuellen Hautempfindlichkeit und dem behandelten Bereich ab. Die Anwendung wird so durchgeführt, dass sie möglichst gut verträglich bleibt.
Welche Hautreaktion entsteht beim Baunscheidtieren?
Nach dem Baunscheidtieren kommt es typischerweise zu einer Rötung der Haut. Auch kleine Quaddeln, Wärmegefühl oder ein juckendes Hautgefühl können auftreten. Diese Reaktionen sind Teil der gewünschten lokalen Hautstimulation und klingen in der Regel wieder ab.
Wie lange dauert eine Baunscheidt-Behandlung?
Die eigentliche Anwendung dauert meist nur wenige Minuten. Zusammen mit Gespräch, Vorbereitung und Nachbesprechung sollte für eine Behandlung in der Regel etwa 30 bis 45 Minuten eingeplant werden.
Wie viele Behandlungen sind sinnvoll?
Das hängt vom individuellen Beschwerdebild, der Reaktion des Körpers und dem Behandlungsziel ab. Manche Patientinnen und Patienten erhalten einzelne Anwendungen, andere profitieren im Rahmen eines naturheilkundlichen Behandlungskonzeptes von mehreren Terminen.
Wann sollte Baunscheidtieren nicht angewendet werden?
Baunscheidtieren sollte nicht auf offenen Wunden, entzündeter Haut, Ekzemen oder stark gereizten Hautstellen durchgeführt werden. Auch bei bekannter Allergie gegen Bestandteile des verwendeten Öls, Fieber, akuten Infekten, Blutgerinnungsstörungen oder während der Schwangerschaft ist eine sorgfältige Abklärung notwendig.
Was sollte ich nach dem Baunscheidtieren beachten?
Nach der Behandlung sollte der behandelte Bereich warm gehalten werden. Starkes Schwitzen, Sauna, intensive Sonne, Schwimmen oder reizende Hautpflegeprodukte sollten zunächst vermieden werden. Die Haut sollte Zeit bekommen, sich zu beruhigen.
Kann Baunscheidtieren mit anderen Therapien kombiniert werden?
Ja, je nach Beschwerdebild kann Baunscheidtieren mit anderen naturheilkundlichen oder manuellen Verfahren kombiniert werden. Infrage kommen zum Beispiel klassische Naturheilverfahren, manuelle Therapien oder weitere individuell abgestimmte Behandlungsansätze.
Ist Baunscheidtieren ein schulmedizinisch anerkanntes Verfahren?
Baunscheidtieren gehört zur naturheilkundlichen Erfahrungsheilkunde. Die beschriebenen Wirkweisen beruhen auf traditionellen naturheilkundlichen Vorstellungen und sind von der evidenzbasierten Medizin nicht allgemein anerkannt.
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