Klassisches Naturheilverfahren

Blutegeltherapie

Die Blutegeltherapie ist ein traditionelles naturheilkundliches Verfahren, das zu den ausleitenden Verfahren gezählt wird.

Bei der Behandlung werden medizinische Blutegel gezielt auf ausgewählte Hautbereiche gesetzt. Während des Saugvorgangs geben die Blutegel verschiedene Speichelbestandteile ab. In der naturheilkundlichen Erfahrungsheilkunde wird die Blutegeltherapie traditionell eingesetzt, um lokale Regulationsprozesse zu unterstützen.

Was ist eine Blutegeltherapie?

Die Blutegeltherapie ist ein altes Heilverfahren, das in der Naturheilkunde bis heute angewendet wird. Dabei kommen speziell gezüchtete medizinische Blutegel zum Einsatz, die nur einmal verwendet werden.

Während der Behandlung saugt sich der Blutegel an der Haut fest und gibt dabei Speichelstoffe in das Gewebe ab. Aus naturheilkundlicher Sicht wird diese lokale Reaktion genutzt, um den behandelten Bereich gezielt zu beeinflussen.

Die Anwendung erfolgt nicht pauschal, sondern wird individuell geplant. Entscheidend sind unter anderem die Beschwerden, der allgemeine Gesundheitszustand, mögliche Vorerkrankungen und die Einnahme von Medikamenten.

Wann kann eine Blutegeltherapie eingesetzt werden?

Das Geheimnis des Erfolges der Behandlung mit Blutegeln liegt im Speichelsekret der Tiere. Es enthält zahlreiche Substanzen mit heilsamer Wirkung. Inzwischen kennt man mehrere Wirkmechanismen der Blutegel. Die gerinnungshemmende Wirkung kann zu verbesserten Fließeigenschaften des Blutes führen, vor allem wenn es eingedickt ist. Durch den Einfluss auf die Innenwand von Blutgefäßen und auf bestimmte Blutkörperchen kann einer Blutverklumpung (Thrombose) vorgebeugt werden. Bestehende Blutklümpchen können sich auflösen. Häufig wird nach der Egelbehandlung eine schmerzmindernde Wirkung beobachtet.

Welche Beschwerden können mit Blutegeln behandelt werden?

Zur Linderung folgender Beschwerden können Blutegel eingesetzt werden:

  • Blutergüsse
  • Thrombose
  • Krampfadern, Venenentzündungen
  • Gefäßverkalkungen
  • Rheuma, Arthrosen
  • Muskelkrämpfe (z.B. Wadenkrämpfe)
  • Zerrungen, Verstauchungen
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Furunkel

Die Blutegeltherapie gehört zu den Verfahren der naturheilkundlichen Erfahrungsheilkunde. Die beschriebenen Wirkweisen beruhen auf traditionellen naturheilkundlichen Vorstellungen und Erfahrungswerten und sind von der evidenzbasierten Medizin nicht allgemein anerkannt.

Häufige Fragen zur Blutegeltherapie

Ist eine Blutegeltherapie schmerzhaft?

Der Biss eines Blutegels wird häufig mit einem kurzen Piksen, Brennen oder Ziehen verglichen. Nach kurzer Zeit lässt dieses Gefühl meist nach. Während der Behandlung wird auf Ihr Befinden geachtet.

Wie lange dauert eine Blutegelbehandlung?

Die Dauer kann unterschiedlich sein, da die Blutegel von selbst abfallen, wenn sie sich vollgesaugt haben. Für den Termin sollte in der Regel ausreichend Zeit eingeplant werden. Je nach Behandlung kann die Anwendung inklusive Vorbereitung und Nachversorgung etwa 60 bis 120 Minuten dauern.

Warum blutet die Stelle nach der Behandlung nach?

Eine Nachblutung ist bei der Blutegeltherapie üblich und Teil der Behandlung. Sie entsteht durch die Speichelbestandteile des Blutegels und wird anschließend mit einem Verband versorgt. Die Dauer der Nachblutung kann individuell unterschiedlich sein.

Was sollte ich nach einer Blutegeltherapie beachten?

Nach der Behandlung sollte der Verband sauber und trocken gehalten werden. Körperliche Anstrengung, Sauna, Schwimmen oder starke Belastung des behandelten Bereichs sollten zunächst vermieden werden. Genaue Hinweise erhalten Sie nach der Behandlung in der Praxis.

Für wen ist die Blutegeltherapie nicht geeignet?

Die Blutegeltherapie ist nicht für jede Person geeignet. Vorsicht ist unter anderem geboten bei Blutgerinnungsstörungen, Blutarmut, Einnahme blutverdünnender Medikamente, schweren Immunschwächen, akuten Infektionen, Schwangerschaft oder bekannten Allergien gegen Bestandteile des Blutegelspeichels. Die Eignung wird immer vorab geprüft.

Werden medizinische Blutegel mehrfach verwendet?

Nein. In der Praxis werden ausschließlich medizinische Blutegel verwendet, die nur einmal zum Einsatz kommen. Nach der Behandlung werden sie nicht erneut bei anderen Personen eingesetzt.

Kann es nach der Blutegeltherapie zu Nebenwirkungen kommen?

Nach der Behandlung können Rötungen, Juckreiz, Schwellungen, kleine Blutergüsse oder eine längere Nachblutung auftreten. In seltenen Fällen kann es zu Infektionen oder allergischen Reaktionen kommen. Deshalb ist eine sorgfältige Nachsorge wichtig.

Wie viele Blutegel werden verwendet?

Die Anzahl der Blutegel hängt vom Beschwerdebild, der Körperregion und der individuellen Situation ab. Es gibt keine pauschale Menge, die für alle Behandlungen gilt. Die Entscheidung wird nach Anamnese und Einschätzung getroffen.

Kann die Blutegeltherapie mit anderen Therapien kombiniert werden?

Ja, je nach Situation kann die Blutegeltherapie Teil eines naturheilkundlichen Gesamtkonzeptes sein. Eine Kombination mit weiteren klassischen Naturheilverfahren, manuellen Therapien oder diagnostischen Verfahren wird individuell abgestimmt.

Wird die Blutegeltherapie von der Krankenkasse übernommen?

Die Kostenübernahme hängt von der jeweiligen Versicherung und dem individuellen Tarif ab. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Heilpraktikerleistungen in der Regel meist nicht. Private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen können sich je nach Vertrag beteiligen.

Ist die Blutegeltherapie schulmedizinisch anerkannt?

Ich würde mich freuen, Sie in meiner Praxis begrüßen zu dürfen!

Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin vereinbaren möchten, können Sie mich gerne anrufen, mir eine E-Mail schreiben oder bequem online über den Terminbuchungskalender einen passenden Termin auswählen.