Therapiemethode
Oxyvenierung / Intravenöse Sauerstofftherapie
Die Oxyvenierung, auch intravenöse Sauerstofftherapie oder IOT genannt, ist ein naturheilkundliches Verfahren, bei dem medizinischer Sauerstoff in sehr kleinen Mengen langsam über eine Vene verabreicht wird.
Die Oxyvenierung nach Regelsberger wird in der Naturheilkunde traditionell eingesetzt, um regulative Prozesse im Körper anzuregen. Dabei geht es nicht darum, einfach den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen, sondern aus naturheilkundlicher Sicht um einen gezielten Reiz durch fein dosierten Sauerstoff. Anwender beschreiben die intravenöse Gabe typischerweise als langsam und exakt dosiert.
Was ist Oxyvenierung?
Die Oxyvenierung nach Dr. Regelsberger ist ein Verfahren der Erfahrungsheilkunde, bei dem medizinischer Sauerstoff in geringer Menge direkt in die Vene gegeben wird. Sie wird auch als intravenöse Sauerstofftherapie, IOT oder Sauerstoffinfusion bezeichnet.
Aus naturheilkundlicher Sicht soll der langsam verabreichte Sauerstoff einen Reiz im Blutgefäßsystem setzen. In Veröffentlichungen und Beschreibungen zur Methode werden unter anderem Veränderungen der Durchblutung, der Gefäßregulation und bestimmter körpereigener Botenstoffe diskutiert. Diese Wirkannahmen sind jedoch nicht für alle Anwendungsbereiche durch hochwertige klinische Studien abgesichert.
Die Anwendung erfolgt nicht pauschal, sondern nach individueller Einschätzung. Wichtig sind unter anderem Vorerkrankungen, aktuelle Beschwerden, Medikamenteneinnahme, Kreislaufsituation und mögliche Gegenanzeigen.
Wann kann Oxyvenierung eingesetzt werden?
In naturheilkundlichen Praxen wird die Oxyvenierung traditionell in unterschiedlichen Behandlungskonzepten eingesetzt. Häufig wird sie im Zusammenhang mit Durchblutung, Entzündungsregulation, allergischen Beschwerden oder Erschöpfung beschrieben. Solche Einsatzbereiche finden sich vor allem in naturheilkundlichen Praxisbeschreibungen und Erfahrungsberichten.
Aus naturheilkundlicher Sicht kann Oxyvenierung begleitend in Betracht gezogen werden bei:
- Naturheilkundlichen Regulationskonzepten
- Begleitenden Konzepten bei Durchblutungs- oder Mikrozirkulationsthemen
- Erschöpfung im Rahmen einer individuellen Einschätzung
- Allergisch oder entzündlich geprägten Beschwerdebildern im naturheilkundlichen Kontext
- Ergänzenden Infusions- und Injektionskonzepten
- Präventiv orientierten naturheilkundlichen Anwendungen
Eine notwendige ärztliche Diagnostik oder Behandlung wird dadurch nicht ersetzt. Besonders bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Gerinnungsstörungen oder akuten Beschwerden sollte vorab sorgfältig abgeklärt werden, ob die Behandlung geeignet ist.

Ablauf einer Oxyvenierung
Vor der Behandlung findet zunächst ein persönliches Gespräch statt. Dabei werden Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien, Kreislaufsituation und mögliche Gegenanzeigen besprochen.
Für die Anwendung wird ein venöser Zugang gelegt. Anschließend wird medizinischer Sauerstoff langsam und fein dosiert über die Vene verabreicht. Die genaue Dauer und Dosierung richten sich nach der individuellen Situation und dem gewählten Behandlungskonzept. In Beschreibungen zur Methode werden geringe Sauerstoffmengen und eine langsame Gabe über mehrere Minuten genannt.
Während der Behandlung wird auf Ihr Befinden geachtet. Nach der Anwendung kann eine kurze Ruhezeit sinnvoll sein. Die weitere Vorgehensweise wird individuell besprochen.
Die Oxyvenierung / Intravenöse Sauerstofftherapie nach Regelsberger gehört zu den Verfahren der naturheilkundlichen Erfahrungsheilkunde. Die beschriebenen Wirkweisen beruhen auf traditionellen naturheilkundlichen Vorstellungen, Anwendererfahrungen und einzelnen Veröffentlichungen. Sie sind von der evidenzbasierten Medizin nicht allgemein anerkannt und ersetzen keine notwendige ärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Häufige Fragen zur Oxyvenierung
Was ist der Unterschied zwischen Oxyvenierung und normaler Sauerstoffgabe?
Bei einer klassischen Sauerstoffgabe wird Sauerstoff meist über eine Nasenbrille oder Maske eingeatmet. Bei der Oxyvenierung nach Regelsberger wird medizinischer Sauerstoff dagegen langsam und in sehr kleinen Mengen direkt über eine Vene verabreicht. Die Methode wird deshalb auch intravenöse Sauerstofftherapie genannt.
Ist Oxyvenierung eine Infusion?
Die Oxyvenierung ähnelt organisatorisch einer Infusionsbehandlung, weil ein venöser Zugang gelegt wird. Verabreicht wird jedoch kein klassisches Infusionspräparat, sondern medizinischer Sauerstoff in fein dosierter Form.
Ist die Oxyvenierung schmerzhaft?
Das Legen des venösen Zugangs kann kurz spürbar sein, ähnlich wie bei einer Blutentnahme oder Infusion. Während der Behandlung sollte die Anwendung in der Regel gut tolerierbar sein. Das Befinden wird während der Behandlung beobachtet.
Wie lange dauert eine Oxyvenierung?
Die Dauer hängt vom individuellen Behandlungskonzept ab. Für den Termin sollte inklusive Gespräch, Vorbereitung, Durchführung und kurzer Nachruhe ( 15 Minuten) zwischen 30-40 Minuten eingeplant werden. Die Anwendung als Serienbehandlung über ca. 5 Wochen durchgeführt.
Wie viele Behandlungen sind sinnvoll?
Das lässt sich nicht pauschal festlegen. Die Anzahl der Anwendungen richtet sich nach der persönlichen Situation, dem Behandlungsziel und der Verträglichkeit. Die weitere Vorgehensweise wird nach Anamnese und Einschätzung individuell besprochen.
Für wen ist Oxyvenierung nicht geeignet?
Die Oxyvenierung ist nicht für jede Person geeignet. Eine sorgfältige Abklärung ist besonders wichtig bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, akuten Infekten, schweren Lungenerkrankungen, Blutgerinnungsstörungen, Schwangerschaft, starker Kreislaufinstabilität oder unklaren Beschwerden. Auch Medikamente und Vorerkrankungen müssen vorab besprochen werden.
Können Nebenwirkungen auftreten?
Wie bei jeder intravenösen Anwendung können Beschwerden an der Einstichstelle, Hämatome, Kreislaufreaktionen oder Unverträglichkeiten auftreten. Außerdem kann ein Druckgefühl im Brustbereich und Hustenreiz für kurze Zeit auftreten. Um diese normale Nebenwirkung zu minimieren, ist eine Nachruhe erforderlich.
Kann Oxyvenierung mit anderen Therapien kombiniert werden?
Ja, je nach Situation kann die Oxyvenierung Teil eines naturheilkundlichen Gesamtkonzeptes sein. Eine Kombination mit Infusionstherapie, Labordiagnostik, klassischen Naturheilverfahren oder weiteren individuell abgestimmten Maßnahmen kann besprochen werden.
Wird Oxyvenierung von der Krankenkasse übernommen?
Die Kostenübernahme hängt von der jeweiligen Versicherung und dem individuellen Tarif ab. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Heilpraktikerleistungen in der Regel meist nicht. Private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen können sich je nach Vertrag beteiligen.
Ist Oxyvenierung wissenschaftlich anerkannt?
Die Oxyvenierung nach Regelsberger gehört zur naturheilkundlichen Erfahrungsheilkunde. Es gibt Veröffentlichungen und Untersuchungen zur Methode, allerdings keine breite schulmedizinische Leitlinienanerkennung für die typischen naturheilkundlichen Anwendungsgebiete. Die beschriebenen Wirkweisen sind daher nicht allgemein evidenzbasiert anerkannt.
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