Klassisches Naturheilverfahren
Neuraltherapie
Die Neuraltherapie ist ein naturheilkundliches Injektionsverfahren, bei dem ein lokales Betäubungsmittel, häufig Procain, gezielt in bestimmte Haut- oder Gewebebereiche injiziert wird. In der Naturheilpraxis Viktoria Laukart in Hannover wird die Anwendung individuell nach persönlicher Anamnese, Beschwerdebild und gesundheitlichen Voraussetzungen abgestimmt.
In der naturheilkundlichen Erfahrungsheilkunde wird die Neuraltherapie traditionell eingesetzt, um Regulationsprozesse im Körper zu unterstützen. Dabei können lokale Beschwerden, Narben, sogenannte Störfelder oder funktionelle Zusammenhänge in die Behandlung einbezogen werden.
Was ist Neuraltherapie?
Bei der Neuraltherapie wird ein lokales Betäubungsmittel, häufig Procain, in ausgewählte Bereiche injiziert. Dazu können zum Beispiel schmerzhafte Punkte, Narben, Hautareale oder bestimmte Reflexzonen gehören.
Das Verfahren wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von den Ärzten Ferdinand und Walter Huneke entwickelt. In der naturheilkundlichen Praxis wird Neuraltherapie den Regulations- und Injektionsverfahren zugeordnet.
Die Anwendung erfolgt nicht pauschal, sondern nach individueller Einschätzung. Vorab werden Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamente, Allergien und mögliche Gegenanzeigen besprochen.
Wann kann Neuraltherapie eingesetzt werden?
In der Naturheilpraxis wird Neuraltherapie traditionell bei funktionellen Beschwerden, lokalen Schmerzzuständen und sogenannten Störfeldern eingesetzt. Besonders häufig werden in der Praxis Beschwerden des Bewegungsapparates, Narben oder lokale Reizzustände betrachtet.
Aus naturheilkundlicher Sicht kann Neuraltherapie begleitend in Betracht gezogen werden bei:
- Muskulären Verspannungen
- Rücken-, Nacken- oder Schulterbeschwerden
- Lokalen Schmerzpunkten
- Narbenbeschwerden
- Funktionellen Beschwerden
- Sogenannten Störfeldern im naturheilkundlichen Sinne
- Begleitenden naturheilkundlichen Behandlungskonzepten
Eine notwendige ärztliche Diagnostik oder Behandlung wird durch die Neuraltherapie nicht ersetzt.


Ablauf einer Neuraltherapie-Behandlung
Vor der Behandlung findet eine Anamnese statt. Dabei werden Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme, Allergien und bisherige Behandlungen besprochen. Wichtig ist insbesondere, ob Unverträglichkeiten gegenüber lokalen Betäubungsmitteln bekannt sind.
Anschließend werden die zu behandelnden Bereiche festgelegt. Das lokale Betäubungsmittel wird mit einer feinen Kanüle in die Haut oder in bestimmte Gewebebereiche injiziert. Je nach Behandlungsziel können einzelne oder mehrere Punkte behandelt werden.
Nach der Anwendung wird das Befinden beobachtet. An den Einstichstellen können vorübergehend Rötungen, kleine Schwellungen, Hämatome oder ein leichtes Druckgefühl auftreten. Bei falscher Anwendung können unter anderem Infektionen, Nervenschäden oder allergische Reaktionen auftreten, weshalb eine sorgfältige Durchführung wichtig ist
Die Neuraltherapie wird der Alternativmedizin bzw. naturheilkundlichen Erfahrungsheilkunde zugerechnet und gilt nicht als allgemein evidenzbasiertes schulmedizinisches Verfahren. Die beschriebenen Wirkweisen beruhen auf naturheilkundlichen Vorstellungen und Erfahrungswerten.
Häufige Fragen zur Neuraltherapie
Ist Neuraltherapie schmerzhaft?
Die Neuraltherapie wird mit einer feinen Kanüle durchgeführt. Dabei kann ein kurzer Einstich spürbar sein. Je nach behandeltem Bereich kann es kurzzeitig zu einem Druck-, Brenn- oder Spannungsgefühl kommen.
Was wird bei der Neuraltherapie gespritzt?
Häufig wird ein lokales Betäubungsmittel wie Procain verwendet. Vor der Behandlung wird geprüft, ob Unverträglichkeiten oder Allergien gegen das verwendete Mittel bekannt sind.
Wie lange dauert eine Neuraltherapie-Behandlung?
Die Dauer hängt vom Beschwerdebild und vom Umfang der Behandlung ab. In der Regel sollte inklusive Gespräch, Durchführung und Nachbesprechung etwa 30 bis 45 Minuten eingeplant werden.
Wie viele Behandlungen sind sinnvoll?
Das hängt von der individuellen Situation, dem Beschwerdebild und der Reaktion auf die Behandlung ab. Manche Anwendungen erfolgen einzeln, andere im Rahmen eines längerfristigen naturheilkundlichen Behandlungskonzeptes.
Wann sollte Neuraltherapie nicht angewendet werden?
Neuraltherapie sollte nicht durchgeführt werden, wenn eine Allergie gegen das verwendete Lokalanästhetikum besteht. Tiefe Injektionen sind bei Gerinnungsstörungen oder bei Einnahme blutgerinnungshemmender Medikamente besonders sorgfältig zu prüfen. Auch bei akuten chirurgischen Indikationen ist Neuraltherapie nicht geeignet.
Können Nebenwirkungen auftreten?
An den Einstichstellen können Rötungen, Schwellungen, kleine Blutergüsse oder ein leichtes Druckgefühl auftreten. Selten sind allergische Reaktionen möglich. Bei jeder Injektion besteht außerdem ein grundsätzliches Risiko für Reizungen, Infektionen oder Verletzungen, weshalb eine sorgfältige Durchführung wichtig ist.
Was sind Störfelder in der Neuraltherapie?
In der Neuraltherapie werden als Störfelder Körperbereiche bezeichnet, die aus naturheilkundlicher Sicht Regulationsprozesse beeinflussen können. Dazu zählen zum Beispiel Narben oder chronisch gereizte Bereiche. Dieses Konzept gehört zur naturheilkundlichen Erfahrungsheilkunde und ist schulmedizinisch nicht allgemein anerkannt.
Kann Neuraltherapie mit anderen Therapien kombiniert werden?
Ja, je nach Beschwerdebild kann Neuraltherapie mit anderen naturheilkundlichen oder manuellen Verfahren kombiniert werden. In der Naturheilpraxis kann individuell geprüft werden, welche Kombination sinnvoll erscheint.
Wird Neuraltherapie von der Krankenkasse übernommen?
Die Kostenübernahme hängt von der jeweiligen Versicherung und dem individuellen Tarif ab. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen Heilpraktikerleistungen in der Regel meist nicht. Private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen können sich je nach Vertrag beteiligen.
Ist Neuraltherapie schulmedizinisch anerkannt?
Neuraltherapie wird der Alternativmedizin bzw. naturheilkundlichen Erfahrungsheilkunde zugerechnet. Die beschriebenen Wirkweisen sind nicht allgemein Bestandteil der evidenzbasierten Medizin.
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